KI im Unterricht, auf der Hardware der Schule.
Lehrkräfte verwalten Klassen, Kurse und AGs. Die KI rechnet im Gebäude, kein Chat verlässt die Schule. Die Schule sieht keine Familiendaten, die Familie keine Schuldaten.
Was der School Server tut
- Verwaltet Schuljahre, Klassen, Fächer und Lerngruppen. Neben Klasse und Fach gibt es Kurse und AGs über mehrere Klassen.
- Importiert Schülerinnen und Schüler per CSV aus der Schulverwaltung; die Altersstufe folgt aus dem Geburtsdatum.
- Betreibt ausschließlich lokale KI-Modelle, nach dem Prinzip „Erklären statt lösen“, mit einer Fachvorlage je Fach.
- Fängt die Lastspitze am Vormittag mit einer Warteschlange ab und kennt Wartungsfenster.
- Schickt Krisenhinweise an die Vertrauenslehrkraft oder Schulsozialarbeit, die nach dem Verfahren der Schule die Eltern informiert.
- Läuft für eine Schule, einen Verein oder mehrere Schulen eines Schulträgers, jede streng getrennt.
Was der School Server nie tut
- Chats an einen KI-Anbieter im Internet senden.
- Familiendaten von einem Home Server abrufen.
- Schülerinnen und Schüler benoten, bewerten oder Prüfungen beaufsichtigen.
- Emotionen aus Stimme, Gesicht oder Text ableiten.
- Eine Schule die Daten einer anderen sehen lassen.
Die KI-Werkstatt
Wer KI verstehen will, muss die Bausteine kennen, aus denen Anwendungen wie Claude Desktop, Perplexity oder AWS Quick bestehen: Assistenten, Skills, Aufgaben, Flows, Artefakte, Agenten, MCP-Connectoren, mehrstufige Recherche und die Wahl des Modells. In der Werkstatt schaltet die Lehrkraft diese Bausteine für ein Fach, einen Kurs oder eine AG frei, unabhängig vom Alter. Die Schülerinnen und Schüler sehen jeden Schritt, den die KI geht.
Das passt zur KI-Kompetenz, die der AI Act von Einrichtungen verlangt, die KI einsetzen (Art. 4).
Wer was sieht
| Rolle | sieht | sieht nie |
|---|---|---|
| Schüler·in | eigene Chats je Lerngruppe, eigenen Budgetbalken, was markiert wurde (nicht was) | Mitgliederlisten, Chats anderer |
| Lehrkraft | eigene Gruppen nach Schulregel: Markierungen und Chats, die Schüler·innen geteilt haben | Chats anderer Gruppen, Familiendaten |
| Vertrauenslehrkraft, Schulsozialarbeit | Vorfälle mit Belegen | Chats ohne Vorfall |
| Schul-Admin | Personen, Gruppen, Regeln, Berichte ohne Inhalte | Chats |
| Schul-IT des Trägers | Technik aller Schulen: Modelle, Geräte, Sicherungen | Personen und Inhalte |
Jeder Lesezugriff auf einen Chat steht im Zugriffsprotokoll, das die Schülerin oder der Schüler sieht.
Was Schulen brauchen
- Einen Rechner mit einer oder mehreren Grafikkarten, abhängig von der Zahl gleichzeitiger Nutzer (Richtwerte in der Einrichtungsanleitung).
- Die Freigabe durch die Datenschutzbeauftragte oder den Datenschutzbeauftragten der Schule. Wir liefern eine Vorlage für die Datenschutz-Folgenabschätzung und eine technische Beschreibung.
- Eine Person aus der Schul-IT und eine Lehrkraft, die die Klassen anlegt.
Für Schülerinnen und Schüler entstehen keine Kosten; Elternbeiträge sind nicht vorgesehen.